Textfinder
Textfinder III
Textfinder III ist ein Programm zum Auffinden von Dateien. Für die Suche können diverse Kriterien eingestellt und miteinander kombiniert werden:
- Ein, oder mehrere Suchpfade, mit und ohne Unterverzeichnissen
- Einen oder mehrere Suchmasken für Dateinamen und/oder Endungen
- Für Textdateien ein Textsegment (daher der Name)
- Datums- und Zeiteinstellungen der Dateien für Erstell-, Änderungs- und Nutzdatum
- Dateigrößen und Attribute
- Filteroptionen für Pfade (Ein- und Ausschluss)
Die genannten Elemente können frei miteinander kombiniert werden.
Für wiederkehrende Aufgaben können in einer einfach aufgebauten Textdatei Standardpfade, Suchmasken und -texte und auch Werkzeuge für die Dateibearbeitung hinterlegt werden.
Ein sehr effizienter Suchalgorithmus durchsucht auch große Datenbestände ziemlich flott. Insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben, wenn die Datei-Indizierung deaktiviert ist, oder einfach weil er direkter und schneller konfiguriert werden kann, ist der Textfinder III eine Alternative zur Dateisuche mit dem Explorer.
Hinweis: Gepackte Dateien werden nicht durchsucht.
Textfinder III verwenden
Textfinder III (TXF) gliedert sich in vier Bereiche:
Was & Wo
Hier wird eingestellt, in welchen Laufwerken und/oder Pfaden gesucht werden soll, ob bzw. welche Dateifilter verwendet werden und ob bzw. Welcher Text gefunden werden soll.
Datum & Zeit
In diesem Abschnitt kann die Suche auf bestimmte Zeiträume eingegrenzt werden. Dieser Abschnitt teilt sich in drei Unterabschnitte, erstellt, letzte Änderung und zuletzt verwendet.
Größe & Attribute
Mit einer Einschränkung der Dateigröße oder vom System vergebenen Attributen lässt sich das Suchfeld weiter eingrenzen.
Filter
Innerhalb von Pfaden können mit dieser Funktion Teilpfade ausgeschlossen oder spezielle Pfade, die in der allgemeinen Suche nicht enthalten sind, eingeschlossen werden
Was unbedingt bedacht werden muss: Es wird immer mit allen Kriterien gefiltert, unabhängig davon, welcher der vier Bereiche gerade sichtbar ist. In den Suchfeldern („Was & Wo“) und im Filterfeld („Filter“) kann per Rechtsklick ein Kontextmenü geöffnet werden, das am Ende Alles löschen kann. Damit werden alle Einstellungen in allen Bereichen geleert oder in den Ausgangsstatus zurück gesetzt.
Der Schalter „Thread“
Der Textfinder III kann das Durchsuchen von Unterverzeichnissen in jeweils eigenständige Prozesse auslagern. Je nach Verschachtelungstiefe können dabei sehr viele einzelne Prozesse entstehen, die jedoch alle wieder an den Ausgangspunkt zurückgeführt werden. Diese Funktionlität beschleunigt zwar die Suche ungemein, hat aber gleichermaßen einen Preis: Es wird entsprechend Rechenleistung angefordert, die Ihren PC bei sehr verschachtelten Verzeichnissen durchaus in die Knie zwingen kann. Daher kann diese Funktionalität wahlweise deaktiviert werden. Ein Nebeneffekt des „Threading“ ist, dass das Stoppen einer Suche womöglich erst verzögert einsetzt. Denn grundsätzlich werden angefangene Suchvorgänge in einem Verzeichnis abgeschlossen, d.h. wenn mehrere Verzeichnisse in einzelnen Prozessen durchsucht werden, wird jeder dieser aktiven Prozesse zu Ende gebracht, bevor die Suche unterbrochen, bzw. gestoppt wird.
Was & Wo
Das ist (vermutlich) der Bereich, der überwiegend und meist allein benutzt wird. Hier werden die Verzeichnisse eingegeben, die durchsucht werden sollen. Dabei können mehrere Verzeichnisse, getrennt durch Semikolon, angegeben werden. Wahlweise kann die Eingabe direkt erfolgen, oder per Rechtsklick in das Eingabefeld über das Kontextmenü. Dort können vorgegebene Pfade aus der Konfigurationsdatei oder drei Operationen ausgewählt werden:
- Alle Laufwerke ermittelt per Scan, welche Datenträger aktuell verfügbar sind. Mit dem Ergebnis wird die aktuelle Suchliste ersetzt.
- Pfad suchen öffnet einen Verzeichnisbaum, aus dem ein Pfad gewählt wird, der die aktuelle Suchliste ersetzt.
- Pfad anfügen öffnet ebenfalls einen Verzeichnisbaum, der gewählte Pfad wird jedoch an die aktuelle Suchliste angefügt.
Mit der Checkbox «auch alle Unterverzeichnisse durchsuchen» wird entschieden, ob nur die gewählten Verzeichnisse, oder gleichermaßen alle darin enthaltenen Verzeichnisse (und deren Verzeichnisse,...) durchsucht werden.
Mit Suchmasken lässt sich die Suche auf bestimmte Dateimuster einschränken. Hier können ebenfalls mehrere unterschiedliche Teilmuster, getrennt durch Semikolon, vorgegeben werden, wahlweise durch Eingabe oder aus der Konfigurationsdatei (Rechtsklick).
Für die Suchmasken gelten folgende Regeln:
- Groß- oder Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
- Es kann konkret nach bestimmten Dateien («Dateiname.endung») oder nach Teilen gesucht werden.
- Bei der Suche nach Teilen ersetzen Sternchen (*) beliebig viele Vorgänger bzw. Nachfolger vor dem eigentlichen Muster, so findet
- *ose*.* z.B. die Dateien „Rosen.pdf“, „Rose.png“, „closebutton.png“, „close.tif“, etc.
- *ose.* die Dateien „Rose.pdf“, „Close.tif“, etc.
- Wenn Sie detaillierter eingrenzen möchten, können Sie das mit dem Fragezeichen (?) tun,
- ?ose*.* findet z.B. „Rosen.pdf“, während
- ??ose*.* „closebutton.png“ aber nicht mehr Rosen.pdf findet.
- Es können mehrere Masken, getrennt durch ein Semikolon „;“ hintereinander eingegeben werden.
Zusätzlich können Sie die Suche noch über eine Zeichenfolge eingrenzen, die genau so in der Datei stehen muss. Sie können lediglich entscheiden, ob die Schreibweise groß/klein ignoriert wird oder die Zeichenfolge als Wort (Satz- oder Leerzeichen davor und dahinter) interpretiert werden soll.
Da es sich bei dieser Zeichenfolge letztendlich intern lediglich um ein Bitmuster handelt, können bei der Suche durchaus Bilder oder Programme gefunden werden. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich dabei um Dateien handelt, die der Suche entsprechen. Typischerweise sind das eher Text-Dateien. Bei HTML-Dokumenten müssen Sie beachten, dass Umlaute (ä, ö, ü, ß) codiert sein können (ä, ö, ü, ß) und deshalb nicht direkt gefunden werden.
In der Fundliste werden alle Dateien gelistet, die den Suchkriterien aller Bereiche entsprechen. Per Doppelklick werden Programme gestartet oder für das gefundene Dokument eine Anwendung zum Öffnen gesucht und - wenn eine gefunden wird - gestartet. Per Rechtsklick können Sie im Kontextmenü
- die Datei öffnen,
- das Verzeichnis öffen in dem das Dokument oder Programm gespeichert ist,
- eine Liste erzeugen, die sowohl die Suchkriterien als auch die Funde enthält oder
- die Datei an ein Programm übergeben, das Sie in der Konfigurationsdatei eingetragen haben.
Datum & Zeit
Dieser Reiter hat drei weitere Reiter mit jeweils den gleichen vier Einstellmöglichkeiten: Davor, danach, mit und ohne Zeit. Mit der Unterteilung lässt sich gezielt eingrenzen, ob es sich um das Erstellungsdatum der Datei, das Datum der letzten Änderung oder letzten Verwendung – und der entsprechenden Kombinationen daraus – handelt.
Achtung: Hier können Sie sich leicht selbst austricksen, wenn z.B. das Datum der letzten Änderung vor dem Erstellungsdatum liegt…
Größe & Attribute
Grenzen Sie die Dateigröße ein, die für die Fundstücke gelten soll oder legen Sie bestimmte Attribute fest, die die Datei haben soll.
Hinweis: Es handelt sich hier um Funktionen und Möglichkeiten des Betriebssystems, die sich z.T. deaktivieren lassen. Daher werden manche Optionen womöglich nicht unterstützt. Schlagen Sie diesbezüglich bitte in der Hilfe des Betriebssystems nach.
Filter
Innerhalb der auf der „Was & Wo“-Seite festgelegten Pfade können weitere Pfade ein- und ausgeschlossen werden.
Die Konfigurationsdatei
Die Konfiguration des Textfinders III erfolgt mit einer in Klarschrift lesbaren Textdatei, die zwingend „Textfinder.ini“ heißen muss. Diese Datei kann mit einem Texteditor (z.B. PS-Pad, http://www.pspad.com/de/) bearbeitet werden.
Hinweis: Achten Sie darauf, dass die Datei im Textformat gespeichert wird. Textprogramme, wie z.B. OpenOffice oder Word haben dafür einen speziellen Exportfilter (typischerweise „txt“). Andernfalls wird die INI-Datei nicht ausgewertet und womöglich zerstört.
Sie können „Ihre“ Konfigurationsdatei von Hand anlegen, oder die dem Programm beiliegende Musterdatei beliebig bearbeiten. Die Zuordnung der Einträge erfolgt mit Überschriften in rechteckigen Klammern. Die Reihenfolge der Überschriften ist ohne Bedeutung, es müssen nicht alle vorhanden sein. Änderungen der Konfigurationsdatei werden erst nach einem Neustart des Textfinders gültig.
[MASKEN] – Hier können Sie Ihre individuellen Suchmasken als Liste eintragen. Geben Sie dem Filter einen Namen und setzen Sie ein Gleichheitszeichen „=“ direkt dahinter. Anschließend können Suchmasken (s.o.) hinterlegt werden. Per Rechtsklick auf das Suchmaskenfeld werden dann die hier eingetragenen Varianten angeboten und ersetzen den aktuellen Eintrag. Der Eintrag kann anschließend beliebig nachbearbeitet werden.
[Pfade] – Für Datenpfade, die Sie regelmäßig durchsuchen möchten, können Sie sich hier die entsprechenden Einträge hinterlegen. Pro Pfad eine Zeile – oder mehrere Pfade, getrennt durch Semikolon. Der Eintrag erfolgt per Rechtsklick auf das „Verzeichnis(se)“-Feld und Auswahl des Pfades.
[Filter] – Funktioniert analog zu „Pfade“ können hier „Standardfilter“ eingetragen werden, allerdings funktioniert (s.o.) das Semikolon hier nicht.
[Werkzeug] – Ermöglicht das Eintragen von Programmen, mit denen gefundene Dateien bearbeitet werden sollen. Die Übergabe erfolgt dabei „dumm“, d.h. es wird nicht geprüft, ob das gewählte Werkzeug und die gewählte Datei zusammen passen. Damit kann man das Öffnen einer Datei mit einem Werkzeug erzwingen – unabhängig von den Systemeinstellungen für eine Dateiendung. Wie sinnvoll das jeweils ist, müssen Sie selbst entscheiden.
Änderungen gegenüber dem Vorgänger
Im Textfinder II war eine durchaus interessante Funktion enthalten, das Zählen von Textstellen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass diese Funktion unter bestimmten Umständen Dateien schlicht ignorierte und die Zählergebnisse z.T. grob falsch von der Realität abwichen. Daher wurde diese Funktion entfernt.
Der Textfinder sucht systemweit nach Dateien oder Texten und funktioniert direkt, ohne Installation.
Voraussetzung: Mindestens Windows XP
Gezipptes Programm. Keine Installation erforderlich.
Der Textfinder ist eine Mischung aus Share- und Freeware: Sie können das Programm so lange nutzen, wie es den Fokus hat (einfacher: Solang das Fenster das oberste ist). Wenn es den Fokus verliert, wird es sofort geschlossen. Eine Vollversion ohne Einschränkungen erhalten Sie ab einer Spende von 5 EUR oder mehr.
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